Kepler Award Gewinnerin Martina Gugglbauer im Gespräch

Kepler Award für Gugglberger; Credit: JKU
Kepler Award für Gugglberger; Credit: JKU

Dr.in Martina Gugglbauer wurde heuer in der Kategorie "Vermittlungsarbeit für die Allgemeine öffentlichkeit" ausgezeichnet.

Im Interview erzählt die Forscherin ( Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte über ihre Motivation und ihre Wünsche für die Zukunft.

Was motiviert Sie an Ihrer Arbeit, Geschichte zu vermitteln?
Dr.in Martina Gugglbauer: Die eigenen Forschungsergebnisse an eine breitere öffentlichkeit zu vermitteln. Gerade die historische Forschung kann zu einem besseren Verstehen der Gegenwart beitragen und ein Verständnis für gesellschaftliche Verhältnisse und Problemlagen schärfen. Es geht mir letztendlich auch darum, bisher kaum beachtete Personen und Verhältnisse bekannter zu machen.

Warum ist diese Arbeit so wichtig?
Dr.in Martina Gugglbauer: Zivilcourage und Demokratiebewusstsein, Diversität, Geschlechtergerechtigkeit sind höchst aktuelle und zentrale Themen unserer Gesellschaft.

Wie reagieren die Menschen, die teilnehmen?
Dr.in Martina Gugglbauer: Sowohl die Zeitzeug*innen, ihre Familien, aber auch die bei der Umsetzung des Denkmals beteiligten Personen standen dem Projekt sehr positiv gegenüber.

Wie werden Sie von der JKU unterstützt?
Dr.in Martina Gugglbauer: Indem ich meine Forschungsinhalte bei relativ großer Zeitautonomie frei wählen kann. Es wäre wünschenswert, wenn es mehr Unterstützung in Form von wissenschaftlichen/studentischen Hilfskräften gäbe.

Was wünschen Sie sich im Hinblick auf Wissenschaft von der Zukunft?
Dr.in Martina Gugglbauer: Wissenschaft soll Verantwortung für eine solidarische und sozial gerechte gesellschaftliche Entwicklung wahrnehmen.

Zur Person:

Gugglberger promovierte 2009 in Geschichte an der Universität Salzburg. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Frauenund Geschlechtergeschichte, Globalgeschichte, Sportgeschichte, Alpingeschichte, Missionsgeschichte, Nationalsozialismus Biographieforschung und Qualitative Methoden, insbesondere die Oral History. In ihrer Freizeit liebt sie Sport, Gartenarbeit oder kulturelle Betätigung.