Martin Kozek, Elisabeth Luchini, Jörg Gradnitzer (v.l.n.r.) Martin Kozek, Elisabeth Luchini, Jörg Gradnitzer (v.l.n.r.)
Warentransporte im gekühlten LKW werden durch eine Zusammenarbeit der TU Wien und den Unternehmen Liebherr-Transportation Systems GmbH & Co KG und dem Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH nun verlässlicher und effizienter. Ein großer Teil der frischen Nahrungsmittel, die wir im Supermarkt kaufen, muss mit gekühlten Lastkraftwägen angeliefert werden - damit sind allerdings Nachteile verbunden. Die Kühlung braucht Energie, das bringt CO2- und Schadstoffausstoß mit sich, und wenn sie ausfällt, muss man die Lebensmittel oft wegwerfen. In der EU sind ungefähr eine Million Kühltransporter unterwegs, das Verbesserungsund Einsparungspotenzial in diesem Bereich ist also groß. An der TU Wien wurde nun in Zusammenarbeit mit Liebherr und Krone ein verbessertes Kühlsystem mit einem völlig neuen Regelungskonzept entwickelt. Damit sollen Kühltransporte nun verlässlicher, sparsamer und effizienter werden. Dreifach hält besser. ,,Der Kern des neuen Kühlsystems CELSINEO ist, dass wir nicht nur ein großes Kühlaggregat verwenden, wie das bisher der Fall war, sondern drei kleine Kältemodule", sagt Elisabeth Luchini, die an dem Projekt im Rahmen ihrer Dissertation bei Prof. Martin Kozek (Institut für Mechanik und Mechatronik, TU Wien) forschte. ,,Dadurch erhöhen wir die Ausfallssicherheit. Auch wenn eines der drei Module ausfällt, kann die Fracht immer noch kühl gehalten werden." Allerdings bedeutet das gleichzeitig, dass man bei der Steuerung des Kühlsystems verschiedene Möglichkeiten hat und komplizierte Optimierungsprobleme lösen muss: Soll eines der Kältemodule auf Volllast laufen und die anderen beiden nur wenig beitragen?
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