Hall of Fame: Herbert W. König
Herbert W. König begann nach Absolvierung des humanistischen Gymnasiums in Wiener Neustadt und Wien IX 1927 an der Universität Wien Physik und Mathematik zu studieren. 1930 bis 1932 verfasste er bei Hans Thirring seine Dissertation "Über die Elektronenemission von Oxydkathoden" und promovierte 1932 zum Dr. phil. 1933 wechselte er zum Zentrallaboratorium Siemens & Halske AG nach Berlin, wo er zunächst im Rahmen der "Ingenieurshilfe" eingestellt wurde. Nach drei Monaten wurde er als Entwicklungsingenieur im Applikationslabor für Röhren angestellt, das er ab 1937 leitete. 1943 reichte König seine Untersuchung "Über das Verhalten von Elektronenströmungen im elektrischen Längsfeld" als Habilitationsschrift an der Technischen Hochschule Wien ein und wurde 1944 zum Privatdozenten für "Hochfrequenztechnik" ernannt. Diese grundlegende Arbeit war Ausgangspunkt für seine umfassende Laufzeittheorie der Elektronenröhre und stellt die Grundlage für die Entwicklung von Verstärkern und Generatoren im Mikrowellenbereich dar. Damit wurde König zum Pionier der Mikrowellenelektronik.



