Der Namensgeber des Fonds: David Herzog (1869-1946). Foto: Herzog
Der David-Herzog-Fonds der steirischen Universitäten fördert den akademischen Austausch zwischen Österreich und Israel - 1988 wurde an der Universität Graz ein Fonds zur Förderung des akademischen Austausches zwischen Österreich und Israel sowie von Projekten zur jüdischen Kultur und Geschichte gegründet. Benannt wurde er nach dem Rabbiner David Herzog. Unterstützt werden Studierende und NachwuchswissenschafterInnen. David Herzog, letzter Rabbiner der Steiermark und langjähriger Lehrender an der Karl-Franzens-Universität, wurde 1938 aus der Universität und wie viele andere Jüdinnen und Juden von den Nationalsozialisten aus der Stadt vertrieben - mit ihm auch die Nobelpreisträger Otto Loewi, Victor Hess und Erwin Schrödinger. Im Jahre 1988, genau 50 Jahre nach den Novemberpogromen, beschloss die Uni Graz, sich mit der Vergangenheit und Mitverantwortung näher auseinanderzusetzen. Als Ergebnis gründete sie einen Fonds, der fortan das interkulturelle Verstehen und Lernen - besonders in Bezug auf die jüdische Kultur - unterstützen soll. Fonds steirischer Unis - ,,Anfangs wurde der Topf mit Spenden der Uni-MitarbeiterInnen gefüllt", weiß Ass.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.