EU-Uni-Ranking ,,U-Multirank" ermöglicht Qualitätsvergleiche
Diese Woche wurde erstmals das EU-Uni-Ranking ,,U-Multirank" präsentiert. Eine auf dieser Basis von der APA (Austria Presse Agentur) berechnete Reihung der österreichischen Hochschulen und dadurch erfolgte Darstellung in ,,beste" und ,,schlechteste" Hochschulen ist aus mehreren Gründen nicht korrekt. Es geht beim U-Multirank um keine Wertung oder Reihung der Hochschulen, sondern nur um die Darstellung eines differenzierten Qualitätsprofils der jeweiligen Hochschulen als Gesamtes bzw. konkreter Bereiche (Wirtschaftswissenschaften, Mechanical Engineering, Physik) mittels 31 Indikatoren. Seriöse Vergleiche zwischen den Hochschulen sind lediglich bei einzelnen Indikatoren und unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen - wie zum Beispiel freier Hochschulzugang, fachliche Breite des Lehrangebotes, Angebot von Bachelorüber Masterbis hin zu PhD-Programmen - möglich. Gabriele Kotsis, Vizerektorin für Forschung der Johannes Kepler Universität Linz, erklärt: ,,Das von der APA berechnete ,Ranking' als Durchschnittswert der untersuchten Indikatoren ist methodisch falsch und muss auch als unseriös betrachtet werden. Dies ist nicht das Ziel dieser Untersuchung gewesen. Eine Interpretation der Indikatoren als Schulnoten und eine Mittlung dieser zu einer ,Gesamtnote' einer Universität konterkariert geradezu die Intention dieses Rankings, mit dem die Vielfalt der Leistungsaspekte einer Universität, aber auch die Vielfalt der Universitätstypen selbst abgebildet und vergleichbar gemacht werden soll." In der gegenständlichen Pilotphase waren weltweit nur 850 Universitäten zur Teilnahme eingeladen.

