Der Blick zurück

Das Wotruba-Denkmal in Leoben-Donawitz zeigt thematisiert als eines der wenigen
Das Wotruba-Denkmal in Leoben-Donawitz zeigt thematisiert als eines der wenigen Mahnmäler der 1920er Jahre Trauer, Verlust und Kriegsgegnerschaft.
Historiker der Uni Graz erforscht die öffentliche Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in Österreich - 17 Millionen Opfer forderte der Erste Weltkrieg. Die kollektive Erinnerung an diese alles verändernde Zäsur war in Österreich im öffentlichen Raum lange ambivalent: Heroisierende Darstellungen dominierten die Denkmalkultur für Jahrzehnte, während Trauer, Verlust und Kriegsgegnerschaft nur in regional begrenzten Mahnmalen thematisiert wurden - etwa im Wotruba-Denkmal in Leoben-Donawitz. Ass.-Prof. DDr. Werner Suppanz vom Institut für Geschichte der Karl-Franzens-Universität erforscht, wie im Verlauf des zwanzigsten Jahrhunderts des Ersten Weltkriegs und der gefallenen Soldaten gedacht wurde. Eine Entwicklung, die zwangsläufig eng mit politischen Strömungen und dem nationalen Diskurs über den Krieg verknüpft ist. Mitte der 1920er Jahre, als die größten kriegsbedingten Nöte einigermaßen überwunden waren, begann man mit der kulturellen Aufarbeitung. Eine erste Denkmalwelle präsentierte ein einheitliches Bild, erklärt Suppanz: ,,Tapfere Soldaten, die in Treue und Pflichterfüllung ihr Leben ließen - andere Auslegungen der Vergangenheit existierten praktisch nicht.
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