Christoph Male erhält Alexander-Schmidt-Preis der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung
Christoph Male von der Universitätsklinik für Kinderund Jugendheilkunde der MedUni Wien wurde von der Gesellschaft für Thromboseund Hämostaseforschung (GTH) mit dem Alexander-Schmidt-Preis ausgezeichnet. Der Experte für pädiatrische Gerinnungsstörungen erhielt den höchst-dotierten Forschungspreis der deutsch-österreichisch-schweizerischen Fachgesellschaft für eine Studie zu Hämophilie bei Kindern. Der Preis wurde Christoph Male für eine Arbeit verliehen, die im Topjournal Haematologica publiziert wurde. Das von C. Male geleitete Hämophiliezentrum an der Kinderklinik in Wien ist Teil der PedNet Studiengruppe, einem internationalen, multizentrischen Studiennetzwerk, das eine repräsentative Kohorte von Kindern mit Hämophilie von Geburt bis zum 18. Lebensjahr systematisch beoboachtet. C. Male ist Vorstandsmitglied im PedNet Konsortium und leitet dort auch die Arbeitsgruppe zu Hämophilie B. Hämophilie, die klassische angeborene Blutungserkrankung, gehört zu den seltenen Erkrankungen. Hämophilie B (Gerinnungsfaktor IX Mangel) ist fünfmal seltener als Hämophilie A (Faktor VIII Mangel). Obwohl sich beide Formen der Hämophilie im klinischen Erscheinungsbild gleichen, gibt es auch Unterschiede, zum Beispiel im Auftreten von Inhibitoren gegen FIX bzw. FVIII, der schwersten Behandlungskomplikation der Hämophilie.

