Die neueste Forschung hat einen Durchbruch in der kontrollierten Polymerisation von Thiol-Ene-Systemen erzielt. Durch den Einsatz antagonistisch wirkender Photoreaktionen, die unterschiedliche Wellenlängen nutzen, kann die Aushärtung dieser Systeme präzise gesteuert werden. Diese Methode ermöglicht die Herstellung von Strukturen mit Auflösungen unter 0,5 Mikrometern und eröffnet neue Möglichkeiten in der Lithografie und der Herstellung von Mikrosystemen.
Herausforderungen bei der präzisen Polymerisation
Traditionelle Polymerisationsmethoden stoßen bei der Herstellung hochpräziser Mikrosysteme an ihre Grenzen. Die Fähigkeit, die Aushärtung von Thiol-Ene-Systemen räumlich und zeitlich zu kontrollieren, ist daher von großer Bedeutung für die Entwicklung fortschrittlicher Fertigungstechniken.
Innovativer Ansatz mit Lichtsteuerung
Die neu entwickelte Methode nutzt zwei verschiedene Lichtwellenlängen, um antagonistische Photoreaktionen zu induzieren. Eine Wellenlänge aktiviert die Polymerisation, während die andere die Reaktion hemmt. Durch präzise Steuerung dieser Reaktionen können Strukturen mit extrem feinen Details erzeugt werden.
Neue Möglichkeiten für hochpräzise Mikrofertigung
Diese Technologie hat das Potenzial, die Herstellung von Mikrosystemen und die Lithografie maßgeblich zu revolutionieren. Sie könnte in Bereichen wie der Medizintechnik, der Mikroelektronik und der Materialwissenschaft Anwendung finden, wo hochpräzise Strukturen erforderlich sind.
Referenz
Die Forschung wurde von Rita Johanna Höller und ihrem internationalen Team durchgeführt und im Artikel „Wavelength-orthogonal photochemical control for thiol-ene polymerization“ veröffentlicht, Nature Communications, 2025, DOI: 10.1038/s41467-025-63407-0.


