Professorin Maren Engelhardt
Professorin Maren Engelhardt Ein Forscher*innenteam dbeschreibt in der Fachpublikation ,,Science" einen neuen Mechanismus der Signalweitergabe im Hippocampus. Die gängige Lehrbuchmeinung ist eindeutig: Nervenzellen im Gehirn nehmen Informationen über ihre Dendriten (astartige Zytoplasmafortsätze einer Zelle) auf, leiten diese zum Zellkörper weiter und verrechnen sie dort, bevor am sogenannten Axon ein Aktionspotenzial entsteht, wodurch diese Information zur nächsten Nervenzelle geschickt wird. Eine neue Publikation im Fachmagazin ,,Science"liefert nun zum ersten Mal Indizien dafür, dass sich einige Nervenzellen - ausgerechnet im Gedächtnisund Erinnerungszentrum des Gehirns, dem Hippocampus - nicht daranhalten. Wie tun sie das und warum? Normale neuronale Netzwerke unterliegen einem kontrollierten Arbeitsrhythmus. Dieser ist notwendig, um die physiologische Funktion des Gehirns aufrechtzuerhalten. Wird die Balance im System gestört, kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen wie beispielsweise bei Epilepsie kommen. Die ,,Standard-Nervenzelle" besteht aus den fein verästelten Dendriten, die Ähnlichkeit zum Geäst eines Baumes haben und als Eingangsstation für Signale anderer Zellen dienen, dem Zellkörper und dem daraus entspringenden Axon, an dem ein ,,Alles-oder-Nichts"-Signal, das sogenannte Aktionspotenzial generiert wird.
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