NK-Zellen besitzen auch eine Erinnerungsfunktion

Good News für das menschliche Immunsystem: ForscherInnen der Universitätskliniken für Dermatologie und Chirurgie der MedUni Wien konnten unter der Leitung von Georg Stary, der auch am CeMM (Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) und an der Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft forscht, und der Mitwirkung von Matthias Farlik einer Untergruppe der zytotoxischen NK-Zellen, die in ihrer Immunantwort bisher als ,,antigen-unspezifisch" galten, eine immunologische Erinnerungsfunktion zuschreiben. Rund ein Drittel aller menschlichen NK-Zellen der Leber kann sich demnach an Viren erinnern und somit spezifisch reagieren. Damit gelten diese Zellen als interessantes Target, um sie für das menschliche Immunsystem im Kampf gegen Infektionen und Viren prophylaktisch zu nutzen. NK-Zellen sind ursprünglich natürliche zytotoxische Killerzellen im menschlichen Blut und gehören zu den Lymphozyten, einer Untergruppe der weißen Blutzellen oder Leukozyten. Sie sind in der Lage, abnormale Zellen wie Tumorzellen und virusinfizierte Zellen zu erkennen und abzutöten (Apoptose). Den NK-Zellen wurde bisher nachgesagt, dass sie keine Erinnerungsfunktion haben und daher nicht ,,Antigen-spezifisch" Zellen abtöten können, sondern nur unspezifisch immer wieder aufs Neue auf Viren und Infektionsherde reagieren. In der nun im Top-Journal Science Immunology veröffentlichten Studie konnten die WissenschafterInnen der MedUni Wien jedoch in der Leber - das Organ gilt generell als großes Reservoir von NK-Zellen - zeigen, dass es eine Subgruppe von NK-Zellen gibt, die in der Lage ist, etwa Infektionen bei Hepatitis A und B zu bekämpfen und sich auch daran zu erinnern.
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