Neue Funktion eines wichtigen Faktors in der frühen Embryonalentwicklung identifiziert
Eine Arbeitsgruppe der Abteilung für Zellund Entwicklungsbiologie der MedUni Wien unter der Leitung von Mark Wossidlo hat in Kooperation mit der Universität Stanford die Rolle eines Faktors in der frühen Embryonalentwicklung identifiziert: Es geht dabei um das Protein Zscan4, das den frühen Embryo während der Aktivierung der ersten eigenen Gene vor DNA-Schäden und DNA-Strangbrüchen nachweislich schützt. Bisher war nicht bekannt gewesen, warum Zscan4 bei der sogenannten embryonalen Genomaktivierung - wenn zum ersten Mal das Erbgut des Embryos aktiviert wird - derart hoch ausgeschüttet wird und welche Funktion es hat. ,,In unserer Studie konnten wir einen Mechanismus erschließen, den die Evolution so eingerichtet hat, um den frühen Embryo während Zeiten hoher genomischer Belastung vor tödlichen DNA-Schäden zu bewahren", erklärt der Epigenetiker und Embryologe Mark Wossidlo, der diese Arbeit am Tiermodell als Postdoc an der Stanford University in den USA begonnen hatte und nun in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Joanna Wysocka an der MedUni Wien finalisiert hat. ,,Wenn in dieser sehr frühen Phase des Lebens, in den ersten Stunden oder Tagen, der frühe Embryo seine eigenen Gene nicht gefahrlos aktivieren kann, gibt es gar kein Leben." Wichtiger Schutz in Stressphase früher Embryonen - Zum Hintergrund: Die befruchtete Eizelle, die Zygote, ist ein sogenannter ,,Alleskönner", aus der sich alle weiteren Zellen entwickeln können, die für die Entstehung eines neuen Lebens benötigt werden.


