Ulrich Hirn leitet das ,,Christian Doppler-Labor für Faserquellung und deren Effekt auf die Papiereigenschaften’, das an der TU Graz angesiedelt ist.
Papier ist ein ausgeklügelter Werkstoff, der vom industriellen Druck bis zu seiner Verwendung als Verpackungsmaterial vielerlei Ansprüche gleichzeitig erfüllen muss. An der TU Graz eröffnete gestern, Montag, 11. Jänner 2016, das ,,Christian-Doppler-(CD-) Labor für Faserquellung und deren Effekt auf die Papiereigenschaften". Gemeinsam mit den Unternehmenspartnern Mondi Europe und Océ und gefördert vom BMWFW will das Grazer Team die mechanischen Vorgänge der Faserquellung von Papier erfassen und in weiterer Folge Simulationsmodelle von Papier erarbeiten. Papier ist allgegenwärtig und muss so vieles: luftdurchlässig, stabil und reißfest sein, Farbe optimal aufnehmen und sich bei Befeuchtung keinesfalls unerwünscht verformen. Je nach Verwendungszweck müssen diese Eigenschaften perfekt kombiniert werden - der Schlüssel für die optimalen Kombinationen soll nun im Rahmen des neuen ,,CD-Labors für Faserquellung und deren Effekt auf die Papiereigenschaften" an der TU Graz gefunden werden. BMWFW fördert Innovation. ,,Holz und Papier haben in der Österreichischen Wirtschaft eine starke Tradition", so Wissenschafts-, Forschungsund Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner. ,,Mit diesem Labor tragen wir dazu bei, dass auch diese grundstoffnahen Bereiche einen technologischen Sprung nach vorne machen. Davon profitieren alle beteiligten Partner und langfristig auch der Standort Österreich." - Wie Fasern optimal quellen. Papier wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen, ist - im Unterschied zu vielen anderen Verpackungsmaterialien - biologisch abbaubar und scheint als Alltagsprodukt wenig geheimnisvoll. Dennoch gibt es viele unbeantwortete Fragen, zum Beispiel: Wie verhalten sich einzelne Papierfasern, wenn Druckerfarbe aufgetragen wird?
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