Veränderungen in der Landnutzung bewirken Erwärmung der Erdoberfläche
Veränderungen in der Landnutzung bewirken Erwärmung der Erdoberfläche. April 2014 Ein internationales Forscherteam hat diese Woche eine Studie zu den klimatischen Auswirkungen der immer intensiveren Landnutzung veröffentlicht. In vielen Analysen zum Klimawandel werden vorrangig Veränderungen der Landbedeckung (sichtbare Bedeckung der Erdoberfläche, wie Grasland, Wüste, Wald, usw.) und ihre Folgen berücksichtigt, während der Landnutzungswandel wie z.B. die Intensivierung von Landund Forstwirtschaft nicht in die Analysen integriert wird. Wie die aktuelle Studie (,,Land management and land cover change have impacts of similar magnitude on surface temperature"), die diese Woche erschienen ist, zeigt, können allerdings Veränderungen in der Landnutzung, von bestehenden landwirtschaftlichen Flächen wie auch im Waldmanagement, das lokale Klima zu einem ähnlichen Ausmaß verändern wie der Umbruch von natürlicher Vegetation in Ackerland. Sebastian Luyssaert und seine Kolleginnen und Kollegen fassten Satellitenbeobachtungen und Bodenmessungen von gemäßigten Regionen in Nordamerika und Eurasien zusammen, um die direkten klimatischen Auswirkungen von Landbedeckungsveränderungen und Landnutzungspraktiken auf die Energiebilanz von Ökosystemen zu untersuchen. In beiden Fällen war das überraschende Ergebnis - wenn alle Abkühlund Erwärmungseinflüsse berücksichtigt wurden - eine Erwärmung von rund 1,7 °C. Die AutorInnen schließen daraus, dass die Intensivierung von Landund Forstwirtschaft zur Deckung des steigenden Nahrungsmittelund Ressourcenbedarfs direkte klimatische Folgen haben wird.


