Die Quanten-Grinsekatze

Die Grinsekatze     Die Grundidee der Quanten-Cheshire-Katze: In einem Interfero
Die Grinsekatze Die Grundidee der Quanten-Cheshire-Katze: In einem Interferometer, das einen Strahl in einen oberen und einen unteren Weg aufteilt, wird ein Objekt von seiner Eigenschaft getrennt - als würde sich eine Katze oben, ihr Grinsen aber unten fortbewegen. Das Herzstück des Experiments: Ein Kristall, mit dem ein Neutronenstrahl aufgetrennt und wieder zusammengeführt werden kann. Tobias Denkmayr, beim Experiment in Grenoble. Das Team des Atominstituts der TU Wien: Yuji Hasegawa, Tobias Denkmayr, Stephan Sponar, Hartmut Lemmel, Hermann Geppert (v.l.n.r.)
Können sich Neutronen an einem anderen Ort befinden als ihr eigener Spin? Ein Quantenexperiment, durchgeführt von einem Team der TU Wien, zeigt ein neues Quanten-Paradox auf. Die Grinsekatze im Roman ,,Alice im Wunderland" von Lewis Caroll hat ganz besondere Fähigkeiten: Sie selbst verschwindet, ihr Grinsen bleibt aber zurück. Lässt sich ein Objekt von seinen Eigenschaften trennen? In einem Quantenexperiment ist das nun gelungen: Neutronen wurden dazu gebracht, sich entlang eines anderen Wegs zu bewegen als eine ihrer Eigenschaften - ihr magnetisches Moment. Diese ,,Quanten-Grinsekatze" könnte dazu dienen, Hochpräzisions-Messungen unempfindlicher gegen Störungen zu machen. Gleichzeitig hier und dort - Nach den Gesetzen der Quantenphysik können sich Teilchen in einer Überlagerung unterschiedlicher Zustände befinden. So kann man beispielsweise einen Strahl von Neutronen mit Hilfe eines Silizium-Kristalls auf zwei unterschiedliche Strahlen aufteilen und zeigen, dass sich die einzelnen Neutronen nicht für einen der beiden möglichen Wege entscheiden müssen, sondern in einer Quanten-Überlagerung beide Strecken gleichzeitig durchlaufen. ,,Diese experimentelle Technik bezeichnet man als Neutroneninterferometrie", sagt Prof. Yuji Hasegawa von der TU Wien.
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