Wenn Taube und Brief nicht gemeinsam fliegen

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Konzept der kontrafaktischen Kommunikation, bei der die Taube und die Nachricht
Konzept der kontrafaktischen Kommunikation, bei der die Taube und die Nachricht nicht in die gleiche Richtung reisen (© Universität Wien, Jon Ladrón de Guevara).
Üblicherweise trägt die Brieftaube die Nachricht stets mit sich; die Information ist an ein physikalisches Objekt gebunden. Der Intuition widersprechend zeigen WissenschafterInnen der Universität Wien unter der Leitung von Philip Walther, der Universität Cambridge und des MIT in einem neuen Kommunikationsprotokoll, dass dies in der Quantenmechanik nicht immer zutrifft. Mit ihrem kürzlich im Fachjournal NPJ Quantum Information publizierten Experiment widerlegen sie damit einen wesentlichen Grundsatz bisheriger Kommunikationsmodelle. Ob Tauben in der Luft, Elektronen im Kabel, Radiowellen eines Handys oder einzelne Photonen in Glasfaserleitungen; bei herkömmlichen Kommunikationskanälen ist immer ein Teilchen oder eine Welle am Informationsaustausch zwischen zwei Kommunikationspartnern, z.B. Alice und Bob, beteiligt. In der Quantenmechanik kann man allerdings Informationen von Alice zu Bob senden, während die an diesem Informationsaustausch beteiligten Teilchen oder Wellen von Bob zu Alice reisen. In einer internationalen Kollaboration unter der Leitung von Philip Walther, haben sich WissenschafterInnen der Universität Wien, der Universität Cambridge und des MIT zusammengeschlossen, um ein neues sogenanntes kontrafaktisches Kommunikationsprotokoll zu realisieren. Üblicherweise wird in der optischen Kommunikation Information in einzelnen Photonen verschlüsselt.
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