Kein Ende des Schreckens? Traumatisierung der Nachfolgegenerationen von ZeitzeugInnen des Zweiten Weltkriegs
Kein Ende des Schreckens? Traumatisierung der Nachfolgegenerationen von ZeitzeugInnen des Zweiten Weltkriegs. November 2014 Von 1. bis 3. Dezember stehen die Traumata von Opfern und Tätern des Zweiten Weltkriegs und deren Nachkommen im Mittelpunkt einer internationalen Tagung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Im Rahmen der Veranstaltung wird der Dokumentarfilm ,,Schatten der Scham" erstmals an der AAU gezeigt. Der Zweite Weltkrieg und der Nationalsozialismus konnten die psychische Verarbeitungsfähigkeit eines einzelnen Menschen übersteigen. Nicht selten leiden noch die Nachkommen derer, die das Schrecken unmittelbar erlebt haben - oft ohne über die eigentlichen Gründe Bescheid zu wissen. Aus verschiedenen Gründen wurde in Familien über die Gewalt und Demütigung dieser Zeit geschwiegen oder darüber so viel erzählt, dass der Schrecken für die Familienmitglieder allgegenwärtig war. Theorien transgenerationaler Traumatisierung helfen dabei, diese besonderen innerfamiliären Dynamiken sowohl auf Opferals auch auf Täterseite zu verstehen.
