Katheter-Technik rettet bei schweren Schlaganfällen Leben
Im Rahmen der VIMS-Studie (Vienna Interventional Management of Stroke) evaluieren ForscherInnen der Universitätsklinik für Neurologie der MedUni Wien derzeit gemeinsam mit dem AKH Wien und drei weiteren Wiener Krankenhäusern die Behandlung von Schlaganfall-PatientInnen mittels Katheter-Technik. Eines ist bereits heute klar: Viele der mit dieser Technik behandelten Menschen würden sonst schwerste Behinderungen davon tragen oder sogar sterben. Die meisten, von einem gefäßverstopfenden Blutgerinnsel hervorgerufenen, so genannten ischämischen Schlaganfälle (rund 85% aller Schlaganfälle) können mit blutverdünnenden Mitteln gut behandelt werden. Rund jedes siebente bis achte Blutgerinnsel ist jedoch für diese Behandlungsmethode zu groß bzw. kann die Methode wegen erhöhten Blutungsrisikos nicht angewendet werden. Ähnlich wie bei der Behandlung eines Herzinfarkts wird deshalb ein Katheter bis zum betroffenen Gehirngefäß geführt. Mit Hilfe eines speziellen Bergegeräts, dem sogenannten Stent-Retriever, wird dann der Blutpfropfen herausgezogen. Einem großen Teil der PatientInnen bleiben durch diese Behandlung schwerwiegende Langzeitfolgen bis hin zum Tod erspart.