Mit welchen Herausforderungen und Aufgaben Imame in den Moscheegemeinden konfrontiert sind, hat nun ein Team um Ednan Aslan von der Universität Wien untersucht (Copyright: portable soul, flickr).
Imame in Österreich sind - zusätzlich zu ihrem problematischen Rechtsstatus und migrationsbedingten Herausforderungen - in ihrer Moscheegemeinde häufig mit Situationen konfrontiert, für die sie weder theologisch noch praktisch gerüstet sind. Dies ist auch ein wesentlicher Faktor, warum der Beitrag der Imame zur gesellschaftlichen Integration der von ihnen betreuten Gläubigen ein eingeschränkter ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine empirische Untersuchung der Universität Wien, durchgeführt von einem Forscherteam unter der Leitung von Ednan Aslan. Imame in Moscheegemeinden in Österreich stellen eine Personengruppe dar, die immer wieder mediale Aufmerksamkeit bekommen. So wird Imamen vielfach die Rolle einer Schlüsselposition für die Integration der muslimischen Bevölkerung zugeschrieben, über die Situation von Imamen in den Moscheegemeinden ist dabei jedoch erstaunlich wenig bekannt. Medial werden Imame meist in Verbindung mit Problemen und Defiziten dargestellt und mit negativ konnotierten, klischeehaften Bildern in Zusammenhang gebracht. Zurückzuführen ist dies auch darauf, dass im öffentlichen Diskurs ebenso wie im wissenschaftlichen Kontext die Tätigkeiten von Imamen über Jahrzehnte hinweg vernachlässigt wurden.
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