Fußball: Geisterspiele brachten weniger Streit und mehr Tore

Foto: Pixabay
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Foto: Pixabay - In Zeiten fehlender Zuschauer in den heimischen Fußballstadien sind in TV-Übertragungen teils tiefe akustische Einsichten in das Innenleben von Trainern und Co mangels Geräuschkulisse klar vernehmbar. Trotzdem haben emotionale Ausbrüche und Streit in den coronabedingten "Geisterspielen" bei Spielern und Betreuern insgesamt messbar abgenommen, errechneten Salzburger Forscher am Beispiel von Spielen des FC Red Bull Salzburg. Im Gegensatz dazu fielen österreichweit mehr Tore. Angesichts mancherorts im internationalen Vergleich niedriger Zuschauerzahlen in der Österreichischen Bundesliga wurde noch vor der Fortführung der Corona-Saison im Juni 2020 mit Geisterspielen stellenweise geunkt, dass da und dort der gefühlte Unterschied durchaus klein sein könnte. Michael Leitner und Fabio Richlan von der Universität Salzburg haben sich einige Effekte der ungewöhnlichen Situation im Rahmen einer Studie genauer angesehen und im Fachblatt "Humanities and Social Sciences Communications" nun doch deutliche Unterschiede herausgearbeitet. Detailliert unter die Lupe nahmen die Sportpsychologen die zehn Meisterrunden-Matches des FC Red Bull Salzburg in der zuschauertechnisch normalen Saison 2018/19 und zehn Geisterspiele des Serienmeisters in der gleichen Meisterschafts-Periode im vergangenen Jahr. Für Leitner ist diese "einzigartige" Situation auch eine ebensolche Chance, um den Einfluss von Zuschauern auf Profisportler und deren Betreuer zu untersuchen, heißt es in einer Aussendung.
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