Aktualitäten 2020
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Wer waren die Kanaaniter?
Das evolutionäre Rätsel des Säugetierohrs
Neuartige Strom-Impulse lindern den Schmerz
Gleiche Hypothese, gleiche Daten - variable Ergebnisse?
Abbau widerspenstiger Cellulose im Zeitraffer
Technologie-Innovation für die Neurologie: Hirnsignal-Messung mittels gedruckter Tattoo-Elektroden
Stress lass nach: Arbeiten mit Freunden entspannt Affen
Gendefekt könnte Schuppentiere gegen Coronavirus schützen
Meilenstein in der Sepsis-Früherkennung
Wachstumsparadigma gefährdet die biologische Vielfalt
Attraktive eingeschleppte Arten haben es leichter
Biowissenschaften
Ergebnisse 61 - 80 von 101.
Geschichte & Archeologie - Biowissenschaften - 28.05.2020

Die Menschen, die in dem als Südlevante bekannten Gebiet - das heute als Israel, Jordanien, Libanon und Teile Syriens bekannt ist - um 3.500 bis 1.150 v. Chr. während der Bronzezeit lebten, werden in alten biblischen Texten als die Kanaaniter bezeichnet. Jetzt haben Forscher*innen um Ron Pinhasi vom Department für Evolutionäre Anthropologie der Universität Wien neue Einblicke in die Geschichte der Kanaaniter gewonnen, die auf einer genomweiten Analyse der antiken DNA beruhen, die von 73 Personen gesammelt wurde.
Biowissenschaften - Umwelt - 27.05.2020

Wie konnte sich das Ohr der Säugetiere - mit seinen kleinsten Knöchelchen des Skelettes - an die unterschiedlichsten Funktionsund Umweltbedingungen am Land, im Wasser und an der Luft anpassen? Dieses Rätsel versuchen Evolutionsbiolog*innen um Philipp Mitteröcker von der Universität Wien zu lösen. Ihr Fazit: Die Integration der Knochen des ursprünglichen Kiefergelenks in das Ohr der Säugetiere hat die evolutionäre Freiheit für eine unabhängige Anpassung des Ohres erst möglich gemacht.
Biowissenschaften - Gesundheit - 26.05.2020
Neue Einsichten in SARS-CoV-2 Cluster in Österreich mit der Sequenzierung von mehr als 200 Virusgenomen
216 SARS-CoV-2-Genomsequenzen wurden nunmehr fertiggestellt und im Rahmen des Projekts ,,Mutationsdynamik von SARS-CoV-2 in Österreich" freigegeben. Dieses Projekt des CeMM, Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wird in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien, der Medizinischen Universität Innsbruck und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) durchgeführt.
Biowissenschaften - Elektrotechnik - 26.05.2020

TU Wien und MedUni Wien untersuchten gemeinsam, wie man den Vagusnerv im Ohr am besten stimulieren kann. Dadurch lassen sich chronische Schmerzen bekämpfen. Der Vagusnerv spielt für unseren Körper eine wichtige Rolle. Er besteht aus verschiedenen Fasern, manche davon reichen zu den inneren Organen, aber auch im Ohr ist der Vagusnerv zu finden.
Biowissenschaften - 20.05.2020

Metastudie zeigt, wie Wissenschaft sich selbst kritisch hinterfragen und kontrollieren kann Kritische Selbstreflexion im Wissenschaftsbetrieb ist unabdingbar - die derzeitige Corona-Krise bestätigt dies eindrücklich. In einem Experiment haben rund 200 internationale Forscher*innen unabhängig voneinander denselben Datensatz über Gehirnaktivität während einer Magnetresonanztomographie analysiert.
Biowissenschaften - Materialwissenschaft - 20.05.2020

Erstmals ist es TU Graz-Forschenden gelungen, die Vorgänge beim Celluloseabbau durch eine biologische Nanomaschine, bekannt als das Cellulosom, auf Einzelmolekülniveau sichtbar zu machen. Das Wissen könnte nachhaltigen Konzepten in der industriellen Biotechnologie zum Durchbruch verhelfen. Der Pflanzenbestandteil Cellulose ist ein ausgesprochen widerstandsfähiges, wasserunlösliches Polymer, das schwer aufzubrechen ist.
Gesundheit - Biowissenschaften - 13.05.2020
Prognose und Rückfallerkennung bei Kinderkrebs präzisiert
Liquid Biopsy, eine Methode, die an der St. Anna Kinderkrebsforschung mit internationalen Partnern weiterentwickelt wurde, ermöglicht eine engmaschige Kontrolle des Tumorgeschehens und erlaubt einen Rückfall vor dessen klinischer Manifestierung zu erkennen. Dieses Verfahren ist nun fixer Bestandteil in der klinischen Diagnostik des Neuroblastoms, dem häufigsten extrakraniellen Tumor des Kindesalters.
Gesundheit - Biowissenschaften - 13.05.2020

TU Graz-Forscher Francesco Greco entwickelte ultraleichte und auf der Haut kaum wahrnehmbare Tattoo-Elektroden, die Langzeitmessungen von Hirnaktivitäten günstiger und einfacher machen. Weiteres Bildmaterial zum Download am Ende der Meldung Im Jahr 2015 entwickelte Francesco Greco, Leiter des Laboratory of Applied Materials for Printed and Soft electronics (LAMPSe) am Institut für Festkörperphysik der TU Graz, gemeinsam mit italienischen Wissenschafterinnen und Wissenschaftern sogenannte ,,Tattoo-Elektroden".
Biowissenschaften - Gesundheit - 13.05.2020

Österreichische Wissenschafterin untersucht Sozialverhalten von Javaneraffen Forscher*innen der Universitäten Wien und Utrecht in den Niederlanden haben den Zusammenhang zwischen Kooperation, sozialen Beziehungen und Stress bei Javaneraffen untersucht. Unter der Leitung von Jorg Massen zeigt das Team, dass der Spiegel des Hormons Cortisol, ein Indikator für Stress, abnimmt, wenn die Affen mit einem befreundeten Gruppenmitglied zusammenarbeiten.
Gesundheit - Biowissenschaften - 08.05.2020

Schuppentiere können zwar Träger des Coronavirus sein, dieses jedoch durch einen anderen unbekannten Mechanismus tolerieren. Den exotischen Tieren fehlen zwei Sensoren, die eindringende Viren detektieren und bei anderen Säugetieren eine - manchmal gefährlich überschießende - Immunantwort auslösen. Das Verständnis, wie Schuppentiere Infektionen mit Coronaviren überleben, könnte bei der Entwicklung neuer Behandlungen für den Menschen helfen.
Biowissenschaften - Gesundheit - 07.05.2020
Unterschiedliche Zelltypen und Entwicklungsprogramme im neuronalen Gehirn-Netzwerk erstmals identifiziert
Ein internationales Studienteam unter der Leitung des Zentrums für Hirnforschung der MedUni Wien hat untersucht, wie sich Zelltypen in den neuroendokrinen Kommando-Zentren des Hypothalamus entwickeln, um unter anderem den Körperstoffwechsel während der Entwicklung des Gehirns zu kontrollieren. Die Studie, bei der die modernsten Methoden zur Unterscheidung von Zellen auf molekularer Ebene eingesetzt wurden, zeigte völlig unerwartete neuronale Ursprünge und Entwicklungsprogramme und beschreibt, wie sich Millionen von Nervenzellen von Geburt an zu einem präzisen Netzwerk zusammenfügen.
Gesundheit - Biowissenschaften - 21.04.2020

Grazer Forschende entwickeln eine bahnbrechende Methode, mit der eine Sepsis mittels Biomarkern bereits 2 bis 3 Tage vor Auftreten erster klinischer Symptome erkannt wird. Dies kann die Überlebenschance bei Blutvergiftungen durch Bakterien oder Pilze maßgeblich erhöhen. Weiteres Bildmaterial zum Download am Ende der Meldung Gene aktivieren oder stilllegen, defekte Zellen abbauen, neues Gewebe aufbauen: Unser Körper arbeitet ständig daran, sich selbst zu reparieren, auch im Krankheitsfall.
Gesundheit - Biowissenschaften - 20.04.2020
Analyse der eigenen Körperabwehr nach einer Coronavirus-Infektion
Die MedUni Wien führt derzeit eine Studie zur Analyse der Immunantwort in Personen nach einer Coronavirus-Infektion durch. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Immunantwort zu verstehen und die Basis für einen Impfstoff zu legen. Personen, die nach einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, können daran teilnehmen.
Umwelt - Biowissenschaften - 16.04.2020

Eine kürzlich in der angesehenen Fachzeitschrift "Conservation Letters" veröffentlichte Studie mit Beteiligung österreichischer Forscher*innen zeigt, dass das Festhalten am Wirtschaftswachstum die biologische Vielfalt massiv gefährdet. Dennoch setzen die meisten Strategien für den Erhalt der Biodiversität auf weiteres Wirtschaftswachstum.
Umwelt - Biowissenschaften - 06.04.2020

Die Beliebtheit von invasiven Arten erschwert deren Kontrolle Die äußeren Werte zählen: Ihre Attraktivität - ihr Charisma - hat einen erheblichen Einfluss auf die Einschleppung und das Image gebietsfremder Arten und kann sogar deren Eindämmung behindern. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Czech Academy of Sciences und des deutschen Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei mit Beteiligung von Forscher*innen um Franz Essl von der Universität Wien hat den Einfluss von Charisma auf den Umgang mit gebietsfremden Arten untersucht.
Gesundheit - Biowissenschaften - 03.04.2020
Erste SARS-CoV-2-Genome aus Österreich veröffentlicht
Die ersten 21 SARS-CoV-2-Genome in Österreich wurden im Rahmen des kürzlich von CeMM gestarteten Projekts ,,Mutationsdynamik von SARS-CoV-2" sequenziert und veröffentlicht. Dieses Projekt am CeMM, Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wird in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien und weiteren Partnern durchgeführt.
Gesundheit - Biowissenschaften - 31.03.2020
Neue Einblicke in die Entstehungsmechanismen der Schizophrenie
Von Schizophrenie Betroffene haben eine erhöhte Dopamin-Ausschüttung, und die für die Krankheit typischen Symptome wurden damit in Zusammenhang gebracht. Es ist jedoch nicht nur die verstärkte Ausschüttung des Neurotransmitters Dopamin, sondern auch die verminderte Regulation der Dopaminausschüttung durch ein bestimmtes Gehirnareal, die bei PatientInnen Symptome auslöst. Das konnten WissenschafterInnen der MedUni Wien erstmals nachweisen.
Biowissenschaften - 20.03.2020
Neue Funktion eines wichtigen Faktors in der frühen Embryonalentwicklung identifiziert
Eine Arbeitsgruppe der Abteilung für Zellund Entwicklungsbiologie der MedUni Wien unter der Leitung von Mark Wossidlo hat in Kooperation mit der Universität Stanford die Rolle eines Faktors in der frühen Embryonalentwicklung identifiziert: Es geht dabei um das Protein Zscan4, das den frühen Embryo während der Aktivierung der ersten eigenen Gene vor DNA-Schäden und DNA-Strangbrüchen nachweislich schützt.
Biowissenschaften - Gesundheit - 11.03.2020
Flüssige Proteinkondensate schalten Gene an
Chromosomen sind die Träger der Erbinformation und treiben im Zellkern in einem dichtgedrängten und scheinbar chaotischen Meer von Proteinen, Nukleinsäuren und anderen Molekülen. Diese interagieren in vielfältiger Weise miteinander und haben ein Hauptziel: unsere Gene am richtigen Ort und zur richtigen Zeit einund auszuschalten.
Gesundheit - Biowissenschaften - 11.03.2020
Mechanismus der Inaktivierung des Tumorsuppressors PP2A: Eine durch die Realität zerstörte Illusion
Protein-Phosphatase 2 (PP2A) ist ein Enzym, das eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Zellproliferation spielt und sich dadurch als Tumorsuppressor erwiesen hat. Die Inaktivierung von PP2A wurde bei vielen Krankheiten einschließlich Krebs beobachtet. Egon Ogris und sein Team an den Max Perutz Labs haben nun herausgefunden, dass das vorherrschende Modell der Inaktivierung von PP2A durch Phosphorylierung überarbeitet werden muss.