MRT R2* Sequenzen bei einem Patienten mit Anemia of inflammation / Entzündungsanämie (links), einem Kontrollpatienten ohne Entzündung (mitte) sowie einer Patientin mit transfusionsbedingter Eisenüberladung (rechts).
Dunkelrot steht für wenig Eisengehalt, Hellrot und Orange steht für mittleren Eisengehalt, Gelb und Grün stehen für hohen Eisengehalt. (c)Michaela Plaikner
MRT R2* Sequenzen bei einem Patienten mit Anemia of inflammation / Entzündungsanämie ( links ), einem Kontrollpatienten ohne Entzündung ( mitte ) sowie einer Patientin mit transfusionsbedingter Eisenüberladung ( rechts ). Dunkelrot steht für wenig Eisengehalt, Hellrot und Orange steht für mittleren Eisengehalt, Gelb und Grün stehen für hohen Eisengehalt. (c)Michaela Plaikner - Schätzungsweise eine Milliarde Menschen weltweit sind von ACD, der Anämie chronischer Erkrankungen, betroffen. Bis heute sind die optimale Therapie wie auch die Wirksamkeit von oralen und intravenösen Substitutionstherapien mit Eisen bei ACD schwer fassbar, auch, weil es weiterer differentialdiagnostischer Parameter bedarf. Nun legen Forschende um den Infektiologen Günter Weiss neue Daten vor, die für die klinische Praxis höchst relevant sind. Bei länger bestehenden Entzündungsreaktionen, etwa aufgrund von Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Tumoren oder chronischen Herz-, Lungenund Nierenerkrankungen kommt es zu Veränderungen des Eisenstoffwechsels und in der Folge zur Anämie chronischer Erkrankungen (ACD). Diese Form des ,,funktionellen" Eisenmangels ist durch die vermehrte Speicherung von Eisen in den Fresszellen des Immunsystems (Monozyten, Makrophagen) bedingt: Der Körper versucht, die Mikroben oder Tumorzellen in ihrem Wachstum einzuschränken, indem er die Verfügbarkeit des für deren Stoffwechsel wichtigen Elements Eisen limitiert - mit dem Nachteil, dass Eisen auch für die lebenswichtige Blutbildung nicht mehr zur Verfügung steht.
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