Zweisprachigkeit ist bei Kindern in Österreich stark verbreitet. Foto: Rainer Sturm - pixelio.de
Jedes fünfte Kind im Vorschulalter in Österreich wächst mehrsprachig auf. Der anschließende Bildungsalltag ist jedoch stark einsprachig, also deutsch, geprägt. Stefan Schneider vom Institut für Romanistik an der Uni Graz hat in einem neuen Buch insbesondere den Forschungsstand zum Spracherwerb in den ersten drei Lebensjahren dokumentiert. Fazit: Mehrsprachigkeit ist buchstäblich ein Wortschatz, den es noch zu heben gilt. Mehrsprachigkeit ist nichts Außergewöhnliches, widerspricht Schneider der vor allem in Europa und Amerika vorherrschenden Meinung von Monolingualität. Bis in die 1950er-Jahre galten zweisprachig aufwachsende Kinder als weniger intelligent. Diese Vorurteile sind mittlerweile abgebaut.
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