In den 1960er und 70er-Jahren suchten viele Sloweninnen wie Frau L. Arbeit in der Steiermark. Foto: privat
Mit dem Begriff ,,Gastarbeiter" verbinden die meisten Menschen hierzulande Männer, die ab den 1960er-Jahren vor allem aus Jugoslawien und der Türkei zum Geldverdienen nach Österreich kamen. Die Tatsache, dass auch viele Frauen als Arbeitsmigrantinnen Beschäftigung fanden, ist in der öffentlichen Wahrnehmung kaum präsent. An der Karl-Franzens-Universität Graz betrachten HistorikerInnen in ihrer Forschung verschiedene Aspekte des Themas - unter ihnen Mag. Verena Lorber, Kuratorin der Ausstellung ,,Lebenswege - Slowenische ,Gastarbeiterinnen' in der Steiermark", die am 29. Mai 2015 im Pavelhaus in Laafeld/Bad Radkersburg eröffnet wird. ,,Bessere Verdienstmöglichkeiten, mangelnde Schulausbildung, geringe Perspektiven im Herkunftsland, Abenteuerlust, Liebe oder auch die Flucht aus der Enge traditioneller Gemeinschaften veranlasste zahlreiche Frauen, zum Arbeiten ins Ausland zu gehen", erklärt Verena Lorber. In den 1960er und 70er-Jahren kamen viele Sloweninnen in die Steiermark. Ihren Arbeitsund Alltagserfahrungen widmet sich die Schau im Pavelhaus.
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