Der Geschichtsunterricht für SchülerInnen mit verschiedenen kulturellen Wurzeln stellt LehrerInnen vor neue Herausforderungen. Foto: pixabay
Wie kann Geschichtsunterricht an die wachsende Vielfalt in Österreichs Schulen anknüpfen, um Jugendliche zu einem kompetenten Umgang mit Geschichte zu befähigen? Dieser Frage ging Mag. Florian Knopper an der Karl-Franzens-Universität Graz in seiner Diplomarbeit nach, für die er gestern den Viktor-Obendrauf-Preis erhielt. Die Auszeichnung prämiert jedes Jahr die besten fachdidaktischen Abschlussarbeiten der Uni Graz. 'SchülerInnen müssen den Unterrichtsinhalten eine Bedeutung zuschreiben, damit es zu historischem Lernen im Sinne eines Bildungsprozesses kommt', unterstreicht Florian Knopper, der diese Hypothese mit Untersuchungen im Rahmen seiner Diplomarbeit bestätigte. Der Absolvent der Uni Graz interessierte sich für den Geschichtsunterricht in der Einwanderungsgesellschaft und führte dazu unter anderem ausführliche's mit drei Schülerinnen der achten Klasse eines Grazer Gymnasiums, die ihre Wurzeln im ehemaligen Jugoslawien und in der Türkei haben. 'Erzähle mir von deinen Erfahrungen mit Geschichte', forderte Knopper seine partnerinnen auf. Besonders interessant fand der Uni-Graz-Absolvent, dass einige Jugendliche am Ende ihrer Schullaufbahn nichts mehr von einem Thema des Unterrichts wussten und sich an keine historische Einsicht erinnerten.
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