Über die Plattform Airbnb beherbergen GastgeberInnen Reisende in ihren privaten Räumlichkeiten. Foto: Karl-Heinz Laube/pixelio.de
Alternative Übernachtungsmöglichkeiten in Privatwohnungen abseits des kommerziellen Tourismussektors gewinnen seit geraumer Zeit verstärkt an Bedeutung und wirken sich auf Gesellschaft, Staat und Wirtschaft aus. Online-Netzwerke für AnbieterInnen und Reisende erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und werden aktuell von Millionen Menschen in Anspruch genommen. Maartje Roelofsen, MSc, Doktorandin der Uni Graz, untersucht die Motivationen zur Teilnahme an solchen Online Hospitality Networks in der bulgarischen Hauptstadt Sofia anhand der Plattform Airbnb, die in tausenden Städten und Dörfern in über 192 Ländern weltweit genutzt wird. ,,Zahlreiche AnbieterInnen in Sofia nutzen dieses Netzwerk, um Menschen aus vielen Nationen kennenzulernen und ihnen die Stadt aus ihrer Perspektive zu zeigen. Ein authentisches Bild von ihrem Land zu vermitteln, ist die Hauptmotivation der GastgeberInnen", betont Roelofsen. In dieser Hinsicht sei Bulgarien als Fallstudie sehr spannend, da das Bedürfnis einer nationalen Selbstdefinition aufgrund seiner sozialistischen Vergangenheit nach wie vor mitwirkt. Die Wissenschafterin spricht auch von einem intensiveren Kulturaustausch als bei einem Aufenthalt in einem Hotel.
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