Den ,,ganz normalen Wahnsinn’ von Sicherheitsgesellschaften nimmt sich der Film ’Meine Paranoia ist nicht unbegründet vor’. Foto: KK.
Den ,,ganz normalen Wahnsinn' von Sicherheitsgesellschaften nimmt sich der Film 'Meine Paranoia ist nicht unbegründet vor'. Foto: KK. Premiere für den Studierendenfilm ,,Meine Paranoia ist nicht unbegründet" "Die Paranoia ist eine Krankheit der Macht", hat Elias Canetti geschrieben. Auf die Gesellschaft Übertragen, meint Paranoia auch einen Zustand allgemeinen Misstrauens. Sie ist Ausdruck des Lebens in einem permanenten Ausnahmezustand, in dem Menschen ständig Entscheidungen fällen sollen, die zu treffen sie nicht in der Lage sind. Den ,,ganz normalen Wahnsinn" von Sicherheitsgesellschaften hat die Corona-Pandemie besonders grell zum Vorschein gebracht, schildert die Kulturanthropologin Katharina Eisch-Angus: ,,Wie weiß ich, ob die Gefahr von innen oder von außen kommt, aus meinem sozialen Umfeld oder aus meinem eigenen Körper? Wie kann ich Sicherheitsregeln und Kontrollmaßnahmen vertrauen, die sich ständig verändern? Welche Unsicherheiten rücken in den Fokus der öffentlichkeit und mit welchen werde ich allein gelassen?" Mit diesen Fragen beschäftigen sich Studierende des Instituts für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Universität Graz in einem Projekt, aus dem der Film ,,Meine Paranoia ist nicht unbegründet" entstanden ist. Er feierte gestern, am 17. Juni 2021, im Grazer Lesliehof Premiere, als Auftakt des dortigen Sommerkinos.
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