
Das Austrian Comprehensive Cancer Network (ACCN) bündelt Ressourcen und Fachwissen der drei Österreichischen CCCs in Graz, Wien und Innsbruck, um innovative Behandlungsansätze und Forschungsergebnisse für Krebspatient*innen gemeinsam zu erarbeiten. Ziel des ACCN ist es, durch die Vernetzung von lokalen Strukturen, die Prävention und die Spitzenmedizin in der Onkologie weiter zu verbessern und Synergien der drei Standorte optimal zu nutzen um gemeinsam Krebs zu bekämpfen.
Nach der Begrüßung durch die drei CCC Leiter und einen Überblick über das ACCN ging es in hochrangige, interdisziplinär besetzte Arbeitsgruppen zu vier häufigen und zwei seltenen Turmorerkrankungen: Prostata-, Colon-, Lungenund Mammakarzinom sowie Pädiatrische CNS-Tumoren und Muskuloskelettale Tumoren - Sarkome standen am Programm. Am Nachmittag bei neuer Zusammensetzung die Arbeitsgruppen Gewebeund Blut-Biobank, young ACCN und Präzisionsmedizin. Die Krebsexpert*innen diskutierten intensiv und erarbeiteten konkrete Projekte, die im nächsten Schritt gemeinsam umgesetzt werden sollen sowie die Form der weiteren Zusammenarbeit in den Projektgruppen.
Konkrete Projekte für EU Mission Cancer
,,Wir sind vom großen Engagement, von der hochprofessionellen und konstruktiven Zusammenarbeit und von der Vielfalt der erarbeiteten Projekte begeistert", freuen sich die CCC Leiter Shariat, Wolf und Jost. ,,Das erste ACCN Project Meeting hat gezeigt, wie bereichernd und wertvoll es ist, über die Grenzen der eigenen Organisation gerade beim Thema Krebsforschung, Medizin und Pflege noch enger und strukturierter zusammenzuarbeiten." Besprochen wurden auch Herausforderungen wie das Thema Datenschutz oder die unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten einerseits in der Großstadt Wien und andererseits im ländlichen Raum. Mit der Gründung des ACCN haben die drei CCCs bereits eine wichtige Aufgabe vorerfüllt, die die EU Mission Cancer bis 2030 vorsieht: Die enge zentrumsübergreifende Zusammenarbeit der Comprehensive Cancer Center des Landes. Für die Umsetzung der erarbeiteten Projekte werden die Projektgruppen bei nationalen und EU-weite Fördertöpfen einreichen.Nach der beeindruckenden Vorstellung aller entstandenen Projekte am Ende des Tages wurde beim Get-together im alten AKH weiter genetzwerkt. Die Teilnehmer*innen zogen ein positives Resumee des produktiven Tages und betonten den hohen Nutzen für die Weiterentwicklung der Krebstherapien durch die Kollaboration und das voneinander lernen. Weitere CCC Übergreifende Arbeitsmeetings sind bereits in Planung.
