Das Abgrenzen, Beschreiben und Benennen von Arten - die Taxonomie - hinterlässt zu Unrecht einen etwas museal-verstaubten Eindruck. Im Bild eine Schmetterlingssammlung arrangiert von Julia Suits, fotografiert von Alex Wild: Schmetterlinge zählen zu den artenreichsten Insektenordnungen
Weil taxonomische Arbeiten unter dem Verdacht stehen, nicht zitiert zu werden, dreht sich die Abwärtsspirale für die Taxonomie. Das Paradoxe daran: Tatsächlich ist die Performance taxonomischer Arbeiten bestens, wie Florian Steiner, Wolfgang Arthofer und Birgit Schlick-Steiner vom Institut für Ökologie mit Kollegen im Journal Systematic Biology und im folgenden aufzeigen. Zusammen mit ihren Kollegen Marco Pautasso, Herbert Zettel und Karl Moder haben Florian Steiner, Wolfgang Arthofer und Birgit Schlick-Steiner überprüft, wie häufig taxonomische Publikationen im Vergleich zu nicht-taxonomischen zitiert werden. Ihr Plädoyer für die Taxonomie wurde in einer renommierten Fachzeitschrift publiziert und vermittelt vor allem eine zentrale Botschaft: Die vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné vor gut 250 Jahren gegründete Disziplin ist entgegen allen Vorurteilen noch nicht in die Jahre gekommen. Und sie benötigt vor allem eines: Nachwuchs. Sie sind Mitglieder der Arbeitsgruppe Molekulare Ökologie. Warum ist Ihnen die Taxonomie so wichtig? - Florian Steiner: Vielleicht beginnen wir ganz trocken mit einer Definition: Die Taxonomie ist die Wissenschaft vom Abgrenzen, Beschreiben und Benennen von Arten.
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