Von der Sponsionsfeier zur Lebensrettung

Ein Wiener (69) brach am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr vor dem Hotel Intercontinental in der Johannesgasse mit Herzstillstand zusammen. Drei angehende MedizinerInnen - die gerade von der Sponsionsfeier der MedUni im Konzerthaus kamen - beobachteten den Vorfall, begannen sofort mit der lebensrettenden Herz-Druck-Massage und holten einen Defibrillator aus dem Hotel.

Nur drei Minuten nach dem Herzstillstand hielt ein Rettungswagen der Berufsrettung, der gerade mit einem leicht verletzten Patienten am Weg ins Krankenhaus war, an. Das erste Rettungsteam übernahm die Reanimation, wurde dann durch drei weitere Teams unterstützt. Gemeinsam gelang es den, Patienten zu stabilisieren, 19 Minuten nach dem Herzstillstand und dem sofortigen Start der Wiederbelebung war der Mann wieder ansprechbar. Er wird im Krankenhaus intensivmedizinisch betreut.

,,Im Studium habe ich mit vielen Patienten gearbeitet, aber ich habe mich immer gefragt: Wann werde ich einmal unvorbereitet handeln und reanimieren müssen", erzählt Gregor Längle (25), einer der drei ErsthelferInnen. Er traf am Tag nach der Lebensrettung mit einigen Rettern am Notfallort zusammen. ,,Die Teamarbeit hat es viel leichter gemacht, das war ein gutes Zusammenspiel", so der angehende Arzt. ,,Der Patient hatte Glück, dass qualifizierte Ersthelfer so schnell reagiert haben. Das hat seine Überlebenschance massiv gesteigert", erklärt Philipp G., Fieldsupervisor bei der Berufsrettung Wien.

Pro Minute nimmt die Überlebenswahrscheinlichkeit von leblosen PatientInnen um etwa zehn Prozent ab. Deshalb ist schnelle Hilfe durch Erst-HelferInnen, die sofort den Notruf wählen und somit die Einsatzkräfte alarmieren, überlebenswichtig. Wenn die Erst-HelferInnen einmal nicht genau wissen, wie sie die Herz-Druck-Massage anwenden, bekommen sie von den MitarbeiterInnen am Notruf der Berufsrettung Wien eine genaue Anleitung.