Geschlechterunterschiede in PISA 2003 und PISA 2012
Die gestern veröffentlichte neue PISA-Studie hat erneut die Unterschiede zwischen Mädchen und Buben deutlich gemacht. Vor allem in der Mathematik schnitten die Mädchen schlechter ab. Die Zunahme der Geschlechterdifferenzen ist aber teilweise durch Stichprobenverzerrungen aus dem Jahr 2003 erklärbar. Bereits 2006 haben Johann Bacher, Professor für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz, und der Wiener Statistiker Erich Neuwirth unabhängig voneinander auf Verzerrungen in der PISA-Stichprobe 2003 hingewiesen. Im Jahr 2003 hatten die Mädchen in den maturaführenden höheren Schulen einen sehr großen Vorsprung im Lesen und haben damals in Mathematik fast gleich gut abgeschnitten wie die Buben. Korrigiert man diese Verzerrungen resultieren bereits im Jahr 2003 Differenzen von 13 Punkten in Mathematik und nur mehr von 37 Punkten im Lesen. Damit ergibt sich eine deutlich geringere Zunahme der Geschlechterdifferenzen zwischen 2003 und 2012.
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