"Gesund fürs Leben"-Projekt der MedUni Wien ausgezeichnet
Das "Gesund fürs Leben" Projekt, das von der Medizinischen Universität Wien in Kooperation mit dem Wiener Hilfswerk und der Sportunion Österreich durchgeführt, wurde vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz als Good Practice-Modell in der Bildungsarbeit mit älteren Menschen für 2014 ausgezeichnet. Das Zertifikat wurde am vergangenen Dienstag an Projektleiter Thomas Dorner vom Institut für Sozialmedizin der MedUni Wien überreicht. In dem Projekt, das vom Wiener Wissenschaftsund Technologiefonds gefördert wird, geht es darum, bei älteren, gebrechlichen, mangelernährten Personen (Mindestalter 65 Jahre) die Fitness, den Ernährungszustand und die Lebensqualität zu erhöhen. Gemeinsam mit jüngeren älteren (Mindestalter 50 Jahre) und ehrenamtlichen Personen ('Buddies“) werden zweimal in der Woche Krafttrainings absolviert und Ernährungsaspekte thematisiert. Dorner: 'Dadurch soll nicht nur die Gesundheit der hochbetagten, sondern auch der jüngeren Erwachsenen gefördert werden. Jeder Zehnte ist gebrechlich - Hintergrund dieses Projektes ist, dass in Österreich mehr als zehn Prozent der über 65-Jährigen gebrechlich (frail) sind und weitere 40 Prozent eine Vorstufe von Frailty haben. Bei Frailty handelt es sich um ein Syndrom, das sich aus einer Kombination der Faktoren geringe Muskulatur, Mangelernährung und chronischer Entzündung, verbunden mit niedrigem Aktivitätslevel und allgemeiner Erschöpfung, zusammensetzt.

