Der Darm als zentrales Organ bei Nahrungsmittelallergien

Vier Prozent der Bevölkerung und damit rund 320.000 ÖsterreicherInnen leiden an einer Nahrungsmittelallergie, weltweit sind es bis zu 250 Millionen Menschen. Der Großteil der Betroffenen leidet unter Beschwerden im Magen-Darm-Trakt mit Symptomen wie Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen. Der Darm ist neben der Nahrungsaufnahme auch jenes Organ, in dem vermutlich die Entwicklung einer Nahrungsmittelallergie stattfindet. 80 Prozent der menschlichen Immunzellen befinden sich im Darm zum Schutz des Körpers ' ein gesunder Darm als Teil des Immunsystems ist daher entscheidend für die Entwicklung der Toleranz gegenüber Nahrungsbestandteilen und ungefährlichen Erregern. 'Das Fatale an einer Lebensmittelallergie ist, dass sie bis hin zu einem lebensbedrohlichen Schock führen kann', sagt die Fachärztin für Immunologie Eva Untersmayr-Elsenhuber vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien. Eine Nahrungsmittelallergie ist eine Überreaktion des Immunsystems gegen ansonsten harmlose Bestandteile der Nahrung, die so genannten Allergene. Schon kleinste Mengen reichen aus, damit das Allergen von Antikörpern erkannt wird. Die darauf folgende Histaminausschüttung kann neben Magen-Darm-Beschwerden u.a. auch Schwellungen und Brennen im Mundbereich, Husten, Atemnot, Asthma, aber auch Ausschläge und Juckreiz auf der Haut auslösen ' bis hin zur lebensbedrohlichen Anaphylaxie. 'Das ist auch der Unterschied zu einer Nahrungsmittel-Intoleranz.' Derzeit gibt es keine andere Maßnahme gegen Nahrungsmittelallergien als die Vermeidung des Allergens in der Ernährung. Servicetag der MedUni Wien zum Welttag der Immunologie
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