Corona Fictions als Bewältigungsstrategie? Eine Grazer Forschungsgruppe unter der Leitung von Yvonne Völkl sammelt Corona-Geschichten. Foto: Michael Rausch-Schott/FWF
Corona Fictions als Bewältigungsstrategie? Eine Grazer Forschungsgruppe unter der Leitung von Yvonne Völkl sammelt Corona-Geschichten. Foto: Michael Rausch-Schott/FWF - Literaturund Kulturwissenschaftlerin Yvonne Völkl untersucht in einem FWF-Projekt, was ein Blick in die Literatur über die Zukunft sagt Wie wir von Krisen erzählen, beeinflusst unser individuelles und kollektives Handeln. Literaturund Kulturwissenschaftlerin Yvonne Völkl geht in einem neu gestarteten Grundlagenprojekt des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF mit Unterstützung der Bevölkerung der Erzählfunktion des Coronavirus auf den Grund. Am Beispiel der Pandemie untersucht sie, wie literarische Erzählmuster das gesellschaftliche Miteinander beeinflussen und wie sich daraus sozialer Wandel ablesen lässt. ,,Nous sommes en guerre" - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat dem Coronavirus in seiner TV-Ansprache zum ersten Lockdown den Krieg erklärt. Sechsmal wiederholte er das Wort vom Krieg in seiner Rede, aktivierte damit Bilder und Assoziationen in den Köpfen seiner Landsleute. In einer vernetzten Welt können sich nicht nur Viren innerhalb weniger Stunden verbreiten, auch Narrative gehen schnell viral.
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