
Wann sind Volksschulkinder bereit, kostbare Ressourcen mit anderen zu teilen und wann eben nicht? Dieser Frage gingen ForscherInnen der Universität Wien rund um Kognitionsbiologin Lisa Horn in einem kontrollierten Verhaltensexperiment nach. Die Motivation für das Teilverhalten der Kinder scheint dabei gruppendynamische und physiologische Hintergründe zu haben, während Freundschaft zwischen den Kindern keine große Rolle spielt. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden in der Fachzeitschrift Scientific Reports publiziert. In einer mehrteiligen Studie beobachteten die ForscherInnen erst die Interaktionen der Kinder beim freien Spiel im Klassenverband und befragten die Kinder nach ihren besten Freunden. Zusätzlich wurde ein physiologischer Marker für vorgeburtliches Testosteron erhoben. HumanbiologInnen argumentieren, dass der Testosteron-Spiegel noch vor der Geburt bei beiden Geschlechtern zu einer "Maskulinisierung" führt, sowohl auf physiologischer Ebene, als auch was Verhaltensstrategien betrifft. Im kontrollierten Verhaltensexperiment hatte jedes Kind dann die Möglichkeit, sich mehrmals zwischen zwei verschiedenen Verteilungen von wertvollen Ressourcen - Glitzerstickern - zu entscheiden: Die Kinder konnten egoistisch wählen, wobei nur sie selbst einen Sticker erhielten, oder prosozial, wobei sie sich und dem Partnerkind je einen Sticker zukommen lassen konnten.
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