Krampfadern erhöhen das Risiko für Venenthrombosen oder Lungenembolien bei KrebspatientInnen
KrebspatientInnen mit Krampfadern haben ein deutlich höheres Risiko, eine Venenthrombose oder eine Lungenembolie während der Krebserkrankung zu erleiden. Das ist das aktuellste Ergebnis aus der „Vienna Cancer and Thrombosis Study“ (CATS), die bereits zehn Jahre lang an der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämasteseologie der MedUni Wien (Universitätsklinik für Innere Medizin I) läuft. Das Hauptaugenmerk der CATS-Studie ist die Suche nach Faktoren, die dazu beitragen, das Auftreten venöser Thromboembolien bei KrebspatientInnen vorhersagen zu können. Bekannt ist, dass venöse Thromboembolien (Gefäßverschlüsse), wie zum Beispiel tiefe Beinvenenthrombosen und Pulmonal-Embolien, besonders häufig bei KrebspatientInnen auftreten und zu den häufigsten Ursachen für erhöhte Sterblichkeit zählen. Eine geeignete Thrombose-Vorsorge kann dieses Risiko minimieren, geht aber zumeist auch mit einem Blutungsrisiko einher. Die Identifikation von Risikofaktoren für eine venöse Thromboembolie ist daher nötig, um PatientInnen zu identifizieren, die von einer gezielten, medikamentösen Thrombosevorsorge profitieren würden. Betroffene mit niedrigem Risikoprofil erhalten keine Prophylaxe und werden damit nicht unnötig einem Blutungsrisiko auszusetzen.
