Frauen mit Diabetes haben ein höheres Schlaganfall-Risiko

Alle 50 Minuten stirbt in Österreich ein Mensch an den Folgen von Diabetes. Das sind rund 10.000 ÖsterreicherInnen pro Jahr. Die meisten Todesfälle sind auf Herzinfarkt und Schlaganfall – als Folge von Diabetes – zurückzuführen. Aktuelle Studien zeigen, dass Diabetikerinnen doppelt so stark gefährdet sind, einen Schlaganfall zu erleiden als Frauen ohne Zuckerkrankheit. Und auch im Vergleich zu Männern mit Diabetes ist ihr Risiko deutlich erhöht. Das betonte Alexandra Kautzky-Willer, Diabetes-Expertin an der Universitätsklinik für Innere Medizin III und Professorin für Gender Medicine der MedUni Wien, anlässlich des Welt-Diabetestags am Freitag. Die gestörte Blutzuckerregulation führt bei Frauen demnach zu einem wesentlich höheren Schlaganfall-Risiko. Der Grund: 'Die Gefäßfunktion und die Blutgerinnung sind besonders ungünstig verändert, das führt bei den Frauen zu einem höheren Risiko für die Bildung von Thrombosen“, so Kautzky-Willer. Frauen mit Diabetes haben ein um rund ein Drittel höheres Risiko für einen Schlaganfall als Männer mit Diabetes. Aber nicht nur die erhöhten Blutzuckerwerte schädigen langfristig die Blutgefäße: Bluthochdruck, entzündliche Veränderungen, erhöhte Blutfette und verschiedene Lebensstilfaktoren spielen ebenso eine Rolle wie Depressionen. Eine Diabetes-Therapie, die ausschließlich den Blutzucker senkt, kann daher eine kardiovaskuläre Folgeerkrankung nicht verhindern. Kautzky-Willer: 'Es geht also um eine generelle Lebensstil-Intervention und Behandlung aller Risikofaktoren.“ Frauen essen gesünder, Männer machen mehr Sport
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