Die Dicke der Metallstücke von verschiedenen Tierformen - von der Giraffe bis zum Fisch - werden so angepasst, dass sich ein ganz bestimmter Ton ergibt, wenn man die Formen anschlägt.
Neue Computeralgorithmen machen es möglich, Eigenschaften dreidimensionaler Objekte gezielt anzupassen - zum Beispiel den Klang oder die Stabilität. Die Dicke der Metallstücke von verschiedenen Tierformen - von der Giraffe bis zum Fisch - werden so angepasst, dass sich ein ganz bestimmter Ton ergibt, wenn man die Formen anschlägt. Welcher Ton erklingt, wenn man einen kleinen Metallfisch mit einem Schlägel anschlägt? Das lässt sich heute am Computer relativ leicht ausrechnen. Viel komplizierter ist allerdings die Frage, wie man die Form der Metallfigur anpassen muss, um einen ganz bestimmten Ton zu erzeugen. Das Team von Przemyslaw Musialski von der TU Wien in Zusammenarbeit mit Leif Kobbelt von der RWTH Aachen hat einen Weg gefunden, solche Aufgaben zu lösen: Man kann nun komplexe Vorgaben festlegen, die ein Gegenstand haben soll - beispielsweise seinen Klang, oder auch seine Widerstandskraft gegen bestimmte mechanische Belastungen - und ein Computeralgorithmus passt den Gegenstand so an, dass er die Vorgaben erfüllt. Angepasste Wanddicke - "Wir stellen Hohlfiguren oder offene Schalen her, deren Wand nicht überall gleich dick ist" , erklärt Przemyslaw Musialski, Leiter der Gruppe Computational Fabrication am Zentrum für Geometrie und Computational Design an der TU Wien. " Die variierende Dicke erlaubt uns, eine ganze Reihe von Eigenschaften gezielt anzupassen." So kann man beispielsweise eine Figur aus Kunststoff so optimieren, dass sie einer bestimmten Belastung besonders gut standhält.
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