Der Uni-Alltag wird für immer mehr Studierende als belastend empfunden: Ängste vor Präsentationen und Prüfungen aber auch soziale Ängste können den Studienfortgang massiv beeinträchtigen.
Ida Gradl kombiniert in ihrem Dissertationsprojekt erprobte Methoden zur Angstbewältigung im Studienalltag zu einem innovativen Trainingsprogramm. Ein achtwöchiges Achtsamkeitstraining, das verschiedene Strategien gegen Ängste im Studienalltag integriert, hat die junge Psychologin Ida Gradl entwickelt und mit Studierenden getestet. Herzrasen, feuchte Hände, Zittern, Schwindel und im schlimmsten Fall ein Blackout bei einer Präsentation, einer Prüfung oder während eines Gesprächs mit Lehrenden und Kollegen: Der Uni-Alltag wird für immer mehr Studierende belastend und birgt schwer überwindbare Hürden auf dem Weg zum Studienabschluss. Diese Beobachtung aus ihrem eigenen Umfeld fand Ida Gradl bei den Vorrecherchen zu ihrem Dissertationsprojekt in zahlreichen internationalen Studien, insbesondere aus dem anglo-amerikanischen Raum, bestätigt. Aber auch unter Studierenden an der Universität Innsbruck sind Ängste ein Thema, wie eine von Ida Gradl durchgeführte Umfrage nahe legt: ,,Ich habe Screening-Fragebögen über den Uni-Server an alle Studierenden versendet und über 700 Antworten erhalten. Das hat mich selbst überrascht und war eine weitere Motivation für mich, auf diesem Gebiet meine Dissertation zu schreiben", erzählt die Doktorandin und fügt hinzu ,,Ich finde, es wird viel zu wenig dazu gemacht." - Bisher nur Einzelstudien. So will Ida Gradl mit ihrem neuen Trainingsprogramm, das sie mit insgesamt 34 Studierenden unterschiedlicher Fakultäten und mit unterschiedlichen Ängsten erprobt hat, eine Lücke füllen.
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