Kurt Stüwe mit seinem Piloten Paul Claus und einer umgebauten Cessna aus dem Jahr 1953: So begaben sich die beiden auf die Spuren von Alfred Wegener. Stüwe instruiert seine Studenten Gerald Raab und Felix Rauschenbusch, die an einer Masterarbeit zu Ostgrönland arbeiten. Aus der Vogelperspektive beobachtete das Duo beeindruckende Landschaften.
Erdwissenschafter Kurt Stüwe entdeckte auf Grönland-Expedition sogar den Schlitten des berühmten Forschers - Vor ziemlich genau hundert Jahren formulierte Alfred Wegener, ab 1924 Professor für Meteorologie und Geophysik an der Uni Graz, die Theorie der Kontinentalverschiebung, die ihm später zu Weltruhm verhalf. Der studierte Astronom, der sich später der Meteorologie zuwendete, unternahm 1906 und 1912 zwei große Expeditionen mach Grönland. Rund hundert Jahre später begab sich nun Kurt Stüwe, Erdwissenschafter an der Uni Graz, auf die Spuren des Pioniers. "Wir wollten erstens Spuren von Wegeners Unternehmungen finden - was erfreulicherweise gelang -, und zweitens geologische Proben für verschiedene Forschungsprojekte an Stellen entnehmen, wo bisher noch nie jemand hingekommen ist", berichtet der Forscher. Die abenteuerliche Reise unternahm er von Alaska aus gemeinsam mit dem Piloten und Schilodge-Besitzer Paul Claus in einem eigens umgebauten Kleinflugzeug, das auf Stränden, in der Tundra und sogar auf Eis landen kann. "Mit Karten über Wegeners Expeditionen auf den Knien flogen wir knapp über dem Boden hunderte Kilometer Küstenlinie ab, um Relikte zu finden - und stießen tatsächlich auf einen Schlitten, den er bei seiner Expedition 1912 verwendet hatte", erzählt Stüwe begeistert. Die gesammelten Gesteinsproben werden an verschiedenen europäischen Universitäten analysiert.
TO READ THIS ARTICLE, CREATE YOUR ACCOUNT
And extend your reading, free of charge and with no commitment.