Die neuen Erkenntnisse lassen auf ein "Frühes Anthropozän" schließen (Copyright: Erich Draganits).
Die von Menschen verursachten Eingriffe in die Umwelt und einhergehende Umweltverschmutzung hat dazu geführt, dass wir vom Anthropozän, einem neuen geologischen Zeitalter sprechen. Geowissenschaftler der Universität Wien und der Universität für Bodenkultur Wien haben mittels Archivanalysen herausgefunden, dass der menschliche Einfluss auf die Umwelt schon wesentlich früher begonnen hat, als bisher angenommen. Die erhöhte Konzentration von Schwermetallen in Eisbohrkernen deutet auf ein "Frühes Anthropozän" ab der Bronzezeit hin. Die Ergebnisse dazu sind kürzlich in der Fachzeitschrift "The Anthropocene Review" erschienen. Schwermetallanreicherungen sind nicht nur Umweltgifte, sondern können auch als Anzeiger für einen möglichen neuen Abschnitt der Erdgeschichte - dem Anthropozän als Zeitalter des Menschen - verwendet werden. Der Einfluss des Menschen auf das System Erde hat sich aber nicht plötzlich manifestiert, sondern ist über Jahrhunderte und Jahrtausende graduell und langsam gewachsen, bis er in der "Großen Beschleunigung" nach dem Zweiten Weltkrieg massiv zugenommen hat. Die Geowissenschaftler Michael Wagreich von der Universität Wien und Erich Draganits von der Universität für Bodenkultur Wien haben sich aktuell mit der Frage beschäftigt, ob bereits frühere Spuren des Menschen in geologischen Archiven zu finden sind.
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