Hautzellen besitzen immun-modulierende Fähigkeiten
ForscherInnen an der Universitätsklinik für Dermatologie der Medizinischen Universität Wien konnten zeigen, dass die menschliche Haut Zellen mit immunmodulierenden Fähigkeiten besitzt. Diese Zellen sind um Blutgefäße herum angeordnet und generieren regulatorische T-Zellen, welche das Immunsystem hemmen. Damit wurden essentielle 'Aufrechterhalter“ des immunologischen Gleichgewichtes in der Haut identifiziert, die in Zukunft für therapeutische Zwecke eingesetzt werden könnten. Die atopische Dermatitis, auch Neurodermitis genannt, zählt zu den häufigsten chronisch entzündlichen Hauterkrankungen. Viele PatientInnen leiden nicht nur an den krankheitsbedingten Hautveränderungen, sondern auch an enormen psychischen Belastungen, welche durch die Stigmatisierung der Betroffenen hervorgerufen werden. Gegenwärtige Therapieformen, wie das Auftragen entzündungshemmender Salben und Cremen oder die Verabreichung systemischer Medikamente, können die Symptome zwar lindern, führen jedoch aufgrund einer Vererbung und damit angeborenen Neigung für diese Erkrankung zumeist zu keiner vollständigen Heilung. Ziel einer effektiven Behandlung ist die Erhaltung der hauteigenen Schutzfunktion gegen externe Eindringlinge in Kombination mit einem balancierten Immunsystem der Haut. Karin Pfisterer aus der Arbeitsgruppe von Adelheid Elbe-Bürger an der Abteilung für Immundermatologie und Infektiöse Hautkrankheiten hat in einer Studie bestimmte Hautzelltypen hinsichtlich ihrer homöostatisch-regulatorischen Eigenschaften untersucht. Hauteigene Immunregulatoren identifiziert

