Digitale Revolution: Solidarische Entwicklung oder "Digital Divide"?

Zeithistoriker Oliver Rathkolb schaut mit einem historischen Blick in die
Zeithistoriker Oliver Rathkolb schaut mit einem historischen Blick in die "digitale Zukunft". (Foto: Matthias Cremer)
Hilft uns die Geschichte dabei, die richtigen Weichen für die digitale Zukunft zu stellen? Lesen Sie hier die Antwort von Zeithistoriker Oliver Rathkolb auf die Semesterfrage 2016/17: "Wie leben wir in der digitalen Zukunft?". Die Auswirkungen der digitalen Revolution - können - ebenso wie die industrielle Revolution 2.0 und 3.0 - in zwei unterschiedliche Richtungen gehen. Einerseits in Richtung der Globalisierung des Wissens und der Möglichkeit, den nach wie vor größer werdenden "North-South-Gap" zu verkleinern, andererseits in die Richtung, durch "digital divide", die Unterschiede zwischen Arm und Reich noch größer werden zu lassen. Schon im 20.Jahrhundert ist es erst nach zwei furchtbaren Kriegen nach 1945 zumindest in Europa und den USA gelungen, den Turbokapitalismus zu "zähmen" und in boomende, durchaus sozial ausgerichtete Nationalökonomien einzupassen (mit doch tiefgehenden Unterschieden zwischen den USA und Westbzw. dem kommunistischen Osteuropa). Heute stehen wir vor derselben Wende: Entweder gelingt es, die negativen Folgen der digitalen Revolution in der aktuellen Globalisierung zu "zähmen" und in eine möglichst breite solidarische und soziale Entwicklung einzuordnen, oder die Vermögensund Einkommensunterschiede werden - auch global gesehen - noch größer werden und die Wirtschaft wird mit einer viel kleinerer Zahl von konkreten und realen Arbeitsplätzen auskommen. Grundund Freiheitsrechte in Gefahr
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