Candida glabrata: Pilzinfektion zapft menschliche Eisenreserven zum Überleben an

Jährlich sterben 400. Menschen weltweit an einer Infektion mit dem gegen Medikamente resistenten Pilz Candida glabrata. Besonders Alter, Vorerkrankungen, ein durch andere Infektionen geschwächtes Immunsystem oder eine schwere Immunsuppression - zum Beispiel im Rahmen von Transplantationen - sind Risikofaktoren. Die Forschungsgruppe von Karl Kuchler an den Max Perutz Labs, ein Joint Venture der Medizinischen Universität Wien und der Universität Wien, hat nun erstmals herausgefunden, wie der Pilz mit ungewollter Hilfe des menschlichen Immunsystems auf die körpereigenen, notwendigen Eisenreserven beim Menschen zugreift und sie zu seinem Vorteil nutzt. Die Ergebnisse wurden jetzt im Journal ,,Cell Host & Microbe" veröffentlicht und zeigen auch potenzielle neue Wege auf, den pathogenen Pilz zu bekämpfen. Spurenelemente sind für Menschen essenziell, jedoch können hohe Konzentrationen extrem toxisch sein. Eisen beispielsweise ist Bestandteil des Hämoglobins und somit für den Sauerstofftransport im Körper unerlässlich.
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