
Im Dezember fand an der JKU das 18. Internationale Symposium für Visuelle Informationskommunikation und Interaktion (VINCI ’25) statt.
Die visuelle Kommunikation mittels grafischer Sprachen oder Gebärdensprachen wird seit langem zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft oder Kultur und seit einigen Jahrzehnten auch zwischen Menschen und Maschinen praktiziert. In der heutigen digitalen Welt werden visuelle Informationen in der Regel mit verschiedenen Metaphern kodiert, die im Alltag gebräuchlich sind, um ein schnelles Verständnis und eine einfache Analyse während des Kommunikationsprozesses zu ermöglichen.
Die visuelle Informationskommunikation umfasst im Allgemeinen Informationsvisualisierung, grafische Benutzeroberflächen, visuelle Analysen und visuelle Sprachen. Visuelle Informationen werden zunehmend genutzt, um die Kommunikation zwischen Menschen über das Internet und mobile Geräte zu erleichtern. VINCI ist das führende internationale Forum für Forscher*innen und Industrievertreter*innen, um den aktuellen Stand der Technik in den Bereichen visuelle Kommunikationstheorien, -designs und -anwendungen zu diskutieren.
Organisiert von Günter Wallner (JKU) und James She (The Hong Kong University of Science and Technology (Guangzhou)) bot VINCI 2025 ein breites Programm: Es umfasste verschiedene Themenbereiche, darunter technische Beiträge, Kunstbeiträge, Poster und eine Kunstund Mediengalerie. Zum ersten Mal gab es auch einen speziellen Themenbereich zum kulturellen Erbe. Das wissenschaftliche Programm wurde an der JKU abgehalten, die Kunstund Medienausstellung an der Kunstuniversität Linz; Rahmenprogramm und Konferenzdinner fanden im Ars Electronica Center statt.
Aus 163 Einsendungen wurden 85 Beiträge angenommen. Die Teilnehmenden erwarteten zwei Keynotes, 69 Vorträge, sechs Posterpräsentationen und zehn Ausstellungen.
Christl Baur (Leiterin des Ars Electronica Festivals) eröffnete die Konferenz mit Impulsen zur Rolle visueller Kommunikation im Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Die Abschlussrede hielt Daniel Weiskopf, Professor für Visualisierung an der Universität Stuttgart, über die Herausforderungen und Chancen der Visualisierung für Architektur, Ingenieurwesen und Bauwesen.
Mit 97 Anmeldungen aus 16 Ländern war VINCI ’25 die zweitgrößte Ausgabe der Reihe und unterstrich die Bedeutung von Linz als Standort für internationalen Austausch an der Schnittstelle von Technologie und Kunst.
