Die Stadt von unten betrachtet
Die TU-Architektin Angelika Psenner wurde mit einer Elise-Richter-Föderung und einer Elise-Richter-Habilitationsstelle ausgezeichnet. In einem gewöhnlichen 3D-Stadtmodell sieht man die Stadt aus Vogelperspektive, für eine gezielte Analyse der Erdgeschoßzone ist das allerdings unbrauchbar. Seit Jahren erforscht Angelika Psenner im Rahmen ihrer Studien zur Wahrnehmung von Architektur und öffentlichem Raum gerade diesen ,,unteren Teil" Wiens. Sie hat damit begonnen die Sockelzone der Stadt - als dreidimensionales Netzwerk von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Räumen - neu zu vermessen. Ihre ,,dreidimensionale zusammenhängende Parterre-Aufnahme" (3D-ZPA) bildet das ,,Stadtparterre" ab, bestehend aus Erdge¬schoß, Straßenund Hofräumen, Unterund Mezzaningeschossen. ,,Diese detaillierte, ganzheitliche Darstellung der Raumsituation gestattet einen völlig anderen entwerferi¬schen Zugang zum Thema, der die bisherigen Versuche funktionaler und sozialräumlicher Neubesetzung ablösen wird", sagt Angelika Psenner. Für diese Arbeit wurde sie mit der renommierten Elise-Richter-Förderung und einer Elise-Richter-Habilitationsstelle ausgezeichnet.

