80 Semester JKU - Prof. Mössenböck nimmt Abschied

links: Mössenböck, Ferscha; Credit: JKU
links: Mössenböck, Ferscha; Credit: JKU
Im Rahmen einer großen Feier hielt der Informtiker seine Abschiedsvorlesung.

In einer emotionalen Abschiedsvorlesung hielt Univ.-Prof. Hanspeter Mössenböck einen Rückblick auf seine Zeit an der JKU. Unter dem Titel "In 80 Semestern durch die JKU - Von den Anfängen der Informatik bis ins digitale Zeitalter" führte er die mehr als 250 Gäste auf eine Reise in die Vergangenheit - samt Ausblick auf die Zukunft. Emotionale Reden von Dekan Alois Ferscha und Rektor Stefan Koch zeigten die Bedeutung dieses so gelungenen Lebens im Zeichen der Wissenschaft.

"Die Informatik als Studienfach stecke vor 40 Jahren noch in den Kinderschuhen", betonte Rektor Koch, "Hanspeter Mössenböck durfte diese aufregende Zeit und diesen Wandel als Informatiker, Forscher und Lehrender begleiten, erleben und maßgeblich mitgestalten."

Mössenböck selbst fiel der Abschied nicht leicht. "Ich habe 1978 an der JKU zu studieren begonnen und war mit einer Unterbrechung von sieben Jahren, die ich in der Schweiz verbrachte, 40 Jahre lang hier tätig, 31 Jahre davon als Professor. Ich habe die JKU fast von ihren Anfängen an erlebt und habe gesehen, wie sie gewachsen und gediehen ist. Die JKU ist heute ein fester Pfeiler in der Österreichischen Universitätenlandschaft. Einige der hier arbeitenden Wissenschaftler*innen sind in ihrem Fach Weltspitze. Insbesondere die Informatik hat sich enorm entwickelt und ist heute ein Leuchtturm der JKU. Ich bin dankbar, dass ich Teil dieser Gemeinschaft sein durfte", sagte Mössenböck im Rahmen der Feier mit seinen Wegbegleiter*innen.

Zur Person

1978 begann Mössenböck an der JKU sein Informatikstudium, promovierte ,,sub auspiciis Praesidentis" - eine sehr seltene Auszeichnung und ein Zeichen höchster wissenschaftlicher Exzellenz - und kehrte nach einem mehrjährigen Aufenthalt an der ETH Zürich im Jahr 1994 als Professor für Computer Science an seine Alma Mater zurück. Seitdem hat er nicht nur das Institut für Practical Computer Science, das Institut für Systemsoftware und das Christian Doppler Labor für Automated Software Engineering geleitet, sondern auch die Studienarchitektur der Informatik an der JKU entscheidend mitgestaltet.

Hanspeter Mössenböck war Initiator und Treiber zahlreicher Forschungskooperationen - unter anderem mit Sun Microsystems, heute Oracle, - und sein Wirken strahlte weit über die JKU und über die Grenzen Österreichs hinaus: Er wurde für seine Leistungen unter anderem mit einem Ehrendoktorat der Eötvös-Loránd-Universität Budapest und - erst kürzlich - mit dem Ehrendoktorat der Oxford Brookes University in England, ausgezeichnet.