Hereditäres Angioödem: Neues Medikament erforscht
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Medizin & Wissenschaft Bei der seltenen Erbkrankheit hereditäres Angioödem (HAE) treten Schwellungen in einem oder mehreren Körperteilen auf, ohne dass es einen erkennbaren Auslöser gibt. Besonders wenn die oberen Atemwege betroffen sind, kann ein HAE-Anfall lebensbedrohlich sein. Wirkstoffe für die Bedarfsmedikation sind derzeit nur in Form von Injektionen und Infusionen erhältlich. In einer Phase-2-Studie unter Leitung des Universitätsklinikums Frankfurt und der Charité - Universitätsmedizin Berlin sowie unter Mitwirkung der Medizinischen Universität Wien konnte nun erstmals die Wirksamkeit einer oral verabreichten Substanz für akute Attacken nachgewiesen werden. Die Studienergebnisse wurden im renommierten Fachjournal -The Lancet- publiziert. Patient:innen mit HAE haben eine Veränderung in ihrem Erbgut. Die genetisch bedingte Krankheit manifestiert sich vorwiegend im Kindesund Jugendalter und bleibt bei den meisten Betroffenen ein Leben lang symptomatisch.

