Neue Methode ermöglicht gezieltere Messung der Schilddrüsenhormonwirkung im Gewebe
PatientInnen mit einer Schilddrüsenfunktionsstörung werden standardmäßig mit Medikamenten therapiert, die den gestörten Hormonhaushalt regulieren. Deren Wirkung wird mittels Blutbefunden überprüft. Ein Team um Michael Krebs von der Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel der MedUni Wien erprobte nun im Rahmen einer Studie den Einsatz einer speziellen Art der Magnetresonanz (MR) - Untersuchung, um die Wirkung auch im Körpergewebe zu messen. Dabei gelang es, im NMR-Spektroskop sichtbare phosphorhaltige Verbindungen als Marker der Schilddrüsenhormonwirkung im Gewebe zu identifizieren. Die Studie wurde im Topjournal "Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism" publiziert. Schilddrüsenfunktionsstörungen betreffen bis zu zehn Prozent der westlichen Bevölkerung, wobei die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) am häufigsten auftritt. Standardmäßig werden PatientInnen mit Schilddrüsenhormon behandelt und der Therapieerfolg wird mittels Blutbefunden kontrolliert.