Anpassung durch Veränderung: Beutefang zwischen zwei Welten

Der Bergmolch
Der Bergmolch "Ichthyosaura alpestris (Salamandridae)" jagt zu Wasser und zu Lande - mit unterschiedlichen Techniken (Copyright: Egon Heiss). Beachten Sie bitte am Ende des Textes die Videos zum Beutefang.
Bei Wirbeltieren unterscheiden sich Nahrungsaufnahme-Strategien zwischen landund wasserbewohnenden Formen fundamental. Mit diesem Problem sind amphibisch lebende Tiere konfrontiert, die Nahrungsquellen aus beiden Welten - Land und Wasser - erschließen wollen. Eine Forschergruppe um Egon Heiss vom Department für Integrative Zoologie der Universität Wien veröffentlichte jetzt eine Studie über das Beutefang-Verhalten des Bergmolches, der dieses Problem mit Bravour meistert und das möglicherweise Einblicke in die frühe Evolution der Landwirbeltiere erlaubt. Um potenzielle Beute überlisten zu können, muss ein Beutefangmechanismus schnell und koordiniert ablaufen. Aquatische Jäger saugen in der Regel ihre Beute blitzschnell ein, indem sie durch eine schnelle Volumenerweiterung des Mund-Rachenraumes einen Druckabfall erzeugen, der seinerseits durch einen schnellen Wassereinstrom über das geöffnete Maul ausgeglichen wird. An Land allerdings würde das Saugschnappen wegen der geringen Dichte und Viskosität von Luft nicht funktionieren. Demzufolge mussten Wirbeltiere im Laufe ihrer terrestrischen Evolution auf Alternativen zurückgreifen.
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