Nierenerkrankungen bei Kindern - ein ganzes Leben in Behandlung
In Österreich werden jährlich bis zu 1.000 Kinder mit schweren Missbildungen und anderen Erkrankungen der Nieren und der Harnwege geboren. 10 bis 15 Kinder erkranken jedes Jahr so schwer, dass sie sich einer Nierenersatz-Therapie ' der Dialyse ('Blutwäsche“) ' unterziehen müssen. Das bedeutet große Belastungen und Einschränkungen für die ganze Familie der Betroffenen. Darauf weisen die die ExpertInnen der Abteilung für pädiatrische Nephrologie und Gastroenterologie der Universitätsklinik für Kinderund Jugendheilkunde der MedUni Wien und des AKH Wien, die Österreichische Gesellschaft für Nephrologie und der Verein 'Freunde der Kinderdialyse' anlässlich des 'Welt-Nierentages' (10. März 2016) hin. Wenn die Nieren dauerhaft (chronisch) versagen, ist die Krankheit für den Rest des Lebens unheilbar. Die Belastungen für die jungen PatientInnen, aber auch für die Angehörigen, sind enorm, sagt Christoph Aufricht, Leiter der Abteilung für pädiatrische Nephrologie und Gastroenterologie der MedUni Wien: 'Auf die Dialyse angewiesen zu sein, bedeutet, kein normales Kinderleben mehr zu haben'. Selbst wenn die Niere noch nicht dauerhaft versagt, bedeutet das so 'unkindliche' Dinge wie: Diät halten, regelmäßig viele Medikamente einnehmen, häufige Spitalsbesuche mit Blutabnahmen und natürlich Einschränkungen bei Schule und Freizeit. Wenn die Nierenfunktion völlig zum Erliegen kommt, muss mit einer Dialysebehandlung begonnen werden. Dabei übernimmt ein Dialyse-Gerät die Ausscheidungsfunktion der Nieren und 'reinigt' das Blut von schädlichen Stoffwechselprodukten und überschüssiger Flüssigkeit. 'Das stellt eine noch intensivere Belastung für das betroffene Kind und seine Familie dar', sagt Klaus Arbeiter, leitender Oberarzt der Kinderdialyse am AKH Wien, 'in normales Leben ist dann praktisch nicht mehr möglich'. Einschränkungen für die ganze Familie


